Württemberger Treffen am 16. Oktober 2011
In Freundschaft anvertraut
Viele Mitglieder der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe fühlen sich einander in Freundschaft anvertraut. Eine Ansage, die herausfordert und gleichzeitig Geborgenheit vermittelt. Eine Ansage, die aus der Unverbindlichkeit ruft.
Einem anderen Menschen Rast auf der großen Wanderschaft durchs Leben zu geben und seiner Seele Kraft, Ruhe und Vertrauen zu schenken, darin sieht Hildegard Arnold, Vorsitzende der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Landesverband Württemberg e.V. etwas von der Heilkraft einer gelebten Freundschaft. Aus dieser Ahnung heraus sind vor 55 Jahren die Freundeskreise entstanden. Seither gilt: „Wo wir auf dem Fundament eigenverantwortlicher Lebensgestaltung füreinander einstehen, wird Gemeinschaft und Gesellschaft wieder möglich“, sagt Geschäftsführer Rainer Breuninger. Deswegen sei es für die Mitglieder der Freundeskreise immer wieder von zentraler Bedeutung, ihre Solidargemeinschaft zu stärken. Genauso wichtig sei es aber auch, die Fachdienste und politisch Verantwortlichen in die Aktivitäten der Sucht-Selbsthilfe einzubeziehen. Denn schließlich stärkt die Solidarität, die suchtkranke und angehörige Menschen in der Selbsthilfegemeinschaft erleben, sowohl Selbstbewusstsein als auch den Gesundungsprozess und damit die Suchtbewältigung.
„Erst ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel garantiert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine berufliche Rehabilitation“, betont Breuninger.
In der Gemeinschaft der Freundeskreise fühlen sich die Menschen durch das persönliche Erleben von Sucht verbunden. Mit dem Austausch über dieses Erleben wagen die Mitglieder einen Sprung aus der Isolation und vertrauen sich einander an. „Neben allen fachlichen Informationen ist es wichtig, um die heilsame Wirksamkeit von gesunden und tragfähigen Beziehungen zu wissen“, sagt Breuninger und erinnert, dass seelische und körperliche Gesundheit in engem Zusammenhang stehen: „Wut, Angst, Trauer und andere starke Gefühle können krank machen.“ Freundschaft ist Beziehungsarbeit, und „wo Freundschaft und Beziehung angeboten werden, können Verletzungen und Schwierigkeiten viel besser bewältigt werden“, fügt der Sozialpädagoge hinzu. Denn „wem Vertrauen geschenkt wird, der lernt, seinerseits zu vertrauen. Wer gehalten wird, der kann auch andere halten.“
Menschen in den Freundeskreisen dürfen gehalten und vertrauensvoll neue Schritte gehen, neue Erfahrungen sammeln und immer wieder neu entdecken: Abstinenz ist mehr als nicht mehr trinken, nicht mehr kiffen, nicht mehr Tabletten schlucken. Abstinenz ist der Start in ein Leben, das es neu zu entdecken gilt.
„In Freundschaft anvertraut heißt, die Menschen über diesen Start hinaus zu begleiten, den ganzen Menschen zu sehen und ihn nicht zu reduzieren auf seine Abhängigkeit oder Abstinenz“, sagt Breuninger. Denn im Netz geglückter und tragfähiger Beziehungen gelinge nicht nur nachhaltige Abstinenzsicherung. In diesem Netz könne auch neue Lebensqualität entstehen und erlebt werden.
80 Prozent der suchtkranken Menschen, die regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besuchen, erreichen eine langfristig stabile und abstinente Lebensweise. „Wer kontinuierlich in der Selbsthilfe ist, hat gute Chancen für eine persönliche, soziale, gesellschaftliche und berufliche Rehabilitation“, weiß Breuninger aus langjähriger beruflicher Erfahrung. Er weist aber auch darauf hin, dass „Zielsetzung von Politik und Kostenträgern heute nicht mehr die völlige Gesundung des suchtkranken Menschen ist.“ Es gehe mehr und mehr darum, dass der Kranke wieder berufstätig sei, Sozialversicherungsbeiträge zahle und das Bruttosozialprodukt entlaste. Für die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe ist und bleibt auch im nächsten Jahr die Gesundung des suchtkranken Menschen und seiner ganzen Familie das oberste Ziel.
Die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Landesverband Württemberg e. V. bestehen aus 120 Freundeskreisen. 700 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich in 240 Gesprächsgruppen für rund 3.000 Gruppenteilnehmer mit dem Ziel einer zufriedenen, suchtmittelfreien Lebensgestaltung. Grundlage der Arbeit ist die christliche Nächstenliebe. Im Verbund der Suchtkrankenhilfe übernehmen die Freundeskreise Aufgaben in der Suchtprävention, Motivation, Begleitung, Vermittlung und Nachsorge für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen.
Ansprechpartner:
Rainer Breuninger
Tel. 07333 3778
info@freundeskreise-sucht-wuerttemberg.de
www.freundeskreise-sucht-wuerttemberg.de
Brigitte Scheiffele
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 07337 92 20 65
info@media-muta.de

Lippische Landes-Zeitung, Montag 21. November 2011
Zuwendung ist wichtiger als Abschreckung
Seit 30 Jahre engagiert sich der Freundeskreis
Suchtkrankenhilfe unter Leitung von Rolf Schmidt
Seine eigene Betroffenheit hat ihn dazu gebracht: 1981 hat Rolf Schmidt in Blomberg eine Selbsthilfegruppe gegründet. Noch immer engagiert er sich im "Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe e.V.
Blomberg: Für sein tatkräftiges Wirken hat Rolf Schmidt schon vor elf Jahren das Bundesverdienstkreuz bekommen, denn er setzt sich auch als Bundesvorsitzender für Suchtkranke ein. Aber nach wie vor leitet er einmal pro Woche eine Selbsthilfegruppe in Blomberg. Die LZ sprach mit ihm.
Herr Schmidt, was hat sich verändert, seit Sie vor 30 Jahren die erste Selbsthilfegruppe gegründet haben?
Rolf Schmidt: Da hat sich enorm was getan. Wir haben ja mit Alkoholkranken und Angehörigen angefangen. Heute haben wir unwahrscheinlich viele Mehrfachabhängige, mit Medikamenten bis hin zu illegalen Drogen und Essstörungen und Spielsucht.
Essstörungen? - zählt das auch zur Sucht?
Schmidt: Aber ja, denken Sie nur an Magersucht. Wir sind da natürlich keine Spezialisten und vermitteln die Betroffenen in dem Bereich weiter. Heute spielt auch die Mediensucht eine ganz starke Rolle. Aber eigentlich kommt es überhaupt nicht auf das Suchtmittel an. Sondern darauf, was zu der Sucht führt.
Sie haben mit einer Selbsthilfegruppe in Blomberg angefangen. Wie sieht es heute aus?
Schmidt: Mittlerweile haben wir sieben feste Gruppen, eine davon ist nur für Frauen.
Das machen Sie nun schon seit 30 Jahren. Das heißt aber auch, dass Sie sich immer wieder mit Ihrer eigenen Leidensgeschichte auseinandersetzen. Wie packen Sie das?
Schmidt: Wenn ich früher irgendwohin kam, habe ich oft gespürt, wie Nasen gerümpft wurden, so nach dem Motto: Guck mal, der Säufer. Heute begegnen mir die Leute ganz anders, mit viel Respekt. Und außerdem ist es genug Motivation, wenn ich sehe, wie Familien wieder gesunden, wenn der Süchtige seine Sucht besiegt.
Aber Sie erleben doch auch sicher öfter Rückschläge, wenn's einer doch nicht packt und wieder zur Flasche oder zur Spritze greift. Ist das nicht ungeheuer kräftezehrend, wenn Sie jemandem nicht helfen konnten?
Schmidt: Jeder soll seine Chance haben. Wer den Weg dann doch nicht gehen will, trägt selbst die Verantwortung dafür. Wenn man sich zu sehr reinhängt, wird man selbst mit runtergerissen. Man muss sich auch selbst schützen.
Ist Alkohol eigentlich immer noch die Einstiegsdroge Nummer eins?
Schmidt: Auf jeden Fall. Und das Rauchen. Ich kenne keinen Drogenabhängigen, der nicht raucht.
Wie gehen heutzutage Arbeitgeber mit Sucht um? Wird das immer noch so tabuisiert?
Schmidt: So ein Tabu wie früher ist das heute nicht mehr, ich halte auch Vorträge in großen Unternehmen. Aber es gibt immer noch Arbeitgeber, die das lieber unterm Teppich halten.
Nun hat sich ja in Sachen Prävention eine Menge getan, Jugendliche absolvieren heute beispielsweise Alkoholparcours. Nützt das eigentlich was?
Schmidt: Prävention ist natürlich wichtig, die kann gar nicht früh genug anfangen. Wir müssen Kinder stark machen, damit sie sich nicht dem Gruppendruck beugen und nein sagen, wenn es um den Griff zur Flasche geht. Aber Abschreckung bringt nichts.
Was würde Ihrer Meinung nach denn tatsächlich was bringen?
Schmidt: Ganz klar: Zuwendung. Es ist beschämend, dass Blomberg es immer noch nicht geschafft hat, einen Streetworker einzustellen. Das würde nämlich wirklich was bringen.
Aber ist Blomberg denn nicht eine heile Welt?
Schmidt: Ganz bestimmt nicht. Sie kriegen auch auf Blombergs Schulhöfen alle Drogen, die Sie haben wollen.
Das Interview führte LZ-Redakteurin Marianne Schwarzer
Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe
Schon seit 30 Jahren finden Suchtkranke in Blomberg Hilfe im Kampf gegen ihre Abhängigkeit, in Einzelgesprächen, aber auch an den Gruppenabenden, die montags bis freitags ab 19 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr in der Schulstraße 15 stattfinden. Die Finanzierung erfolgt über Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie einen geringen Zuschuss durch die Krankenkassen. Die 7000 Euro Miete für die städtischen Räumlichkeiten muss der Verein beispielsweise nahezu komplett selbst aufbringen. Wer Kontakt aufnehmen will, kann sich an Rolf Schmidt, Tel. (0 52 35) 9 96 59 wenden oder im Netz unter www.freundeskreise-blomberg.de nachschauen. (an)
Kommentar
Selbsthilfe braucht Hilfe – von Marianne Schwarzer
Seit 1981 haben unzählige Menschen im Freundeskreis gegen Suchtgefahren in Blomberg Halt gefunden. Es ist eine Schande, dass der Verein dennoch um jeden Euro aus öffentlicher Hand betteln muss.
Sucht ist ein gesellschaftliches Problem. Öffentlicher Umgang mit Alkohol, zusammenbrechende Familienstrukturen, Vereinsamung – all dies gehört zu den Ursachen. Das Menschen wie Rolf Schmidt nicht nur ihre eigene Sucht überwunden haben, sondern auch noch ehrenamtlich dabei helfen, entlastet auch das Stadtsäckel.
Wie kann es sein, dass alle Krankenkassen zusammen sich mit gerade einmal 800 Euro im Jahr an der Arbeit der Blomberger Suchtkrankenhilfe beteiligen?
Jeder Alkoholiker, der durch die Hilfe des Freundeskreises oder auch anderer Organisationen wie Blaukreuz oder Anonyme Alkoholiker trocken wird, hätte ohne sie ein vielfaches der Kosten verursacht. Wie hoch mag die Summe sein, die die Krankenkassen in diesen 30 Jahren allein in Blomberg eingespart haben? Und wie viel Geld hat die öffentliche Hand gespart, weil ein trunksüchtiger Vater sich wieder fassen konnte und seine Familie eben nicht zerbrach? Welch Hohn, dass der Verein noch immer Miete für das städtische Gebäude zahlen muss.
In Suchtprophylaxe fließt zu recht viel Geld. Aber wo die nicht gegriffen hat, muss auch geholfen werden.
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Aktionswoche Alkohol: Interview mit Andreas Bosch
Erschienen im Rahmen der Wochenserie zur Aktionswoche Alkohol auf diakonie.de
Diakonie - Wie viele Biere er als Jugendlicher pro Tag trank – da muss Andreas Bosch erst einmal nachdenken. Er ist einer der jüngsten, als er mit 21 eine Selbsthilfegruppe aufsucht - und den Weg aus der Abhängigkeit vom Alkohol schafft. Heute engagiert sich der 45-Jährige im Bundesvorstand der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, einem der drei diakonischen Sucht-Selbsthilfeverbände. Um seine Geschichte geht es heute in der Wochenserie der Diakonie zur Aktionswoche Alkohol.
Von Jacqueline Engelke
Mit gerade 18 Jahren brauchte Andreas Bosch morgens zwei bis drei Weizenbier, um überhaupt in Schwung zu kommen. Längst war er einer von 1,3 Millionen Alkoholabhängigen in Deutschland. Damals hätte er das jedoch nie zugegeben. Leugnen und Lügen gehören zur Krankheit.
Mehr im Netz zur Aktionswoche Alkohol
Wochenserie auf diakonie.de
Website zur Aktionswoche Alkohol
Als 14-Jähriger fing er mit dem Trinken an. „Das war nicht außergewöhnlich. Bei uns in der ländlichen Gegend gehörte das Bier einfach dazu“, sagt Andreas Bosch. Aus einigen Weizenbieren wurden immer mehr. Während seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser in Nürnberg fiel sein Konsum langsam auf. Sein Lehrausbilder sprach ihn an. „Echte Konsequenzen hatte das nicht. Die zogen mich durch“, schildert Andreas Bosch in ausgeprägtem fränkischen Dialekt. Mit dem Ende seiner Ausbildung hörte er in dem Betrieb auf. „Die waren bestimmt froh, als sie mich los waren“, sagt er heute und lacht sein jungenhaftes Lachen.
„Die Sucht holt dich ein“
Eine neue Stelle, ein neuer Anfang, dachte er. Jedoch: „Die Sucht holt dich ein.“ Innerlich getrieben von der Angst, sein Alkoholkonsum könne auch hier entdeckt werden, wechselte er nach anderthalb Jahren wieder die Stelle. „Ich bin geflohen, wie immer.“
Wie es zur Wende kam? Die Sucht hatte ihn an den Punkt gebracht, an dem es keine Ausreden mehr gibt: „Man muss entscheiden, welche Angst schlimmer ist: Die aufzufallen oder die, die Sucht nicht mehr zu befriedigen. Entweder säuft man sich in die Kiste oder man wagt den Ausstieg.“
Diakonische Suchtselbsthilfeverbände
Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe
Blaues Kreuz in Deutschland
Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche
Mit gerade mal 21 Jahren fand Andreas Bosch eine Beratungsstelle und führte dort regelmäßige Gespräche. In der anschließenden Therapie in einer Fachklinik standen erstmals Auseinandersetzungen mit seiner Vergangenheit an. Es galt, das eigene Leben wieder in den Griff bekommen – und das ohne Alkohol, der doch bisher sein ganzes Leben bestimmt hatte. In der Klinik legten sie ihrem Klienten ans Herz, sich nach der Therapie eine Selbsthilfe-Gruppe zu suchen.
Selbsthilfegruppe: gemeinsam neue Perspektiven
Der Diakonie sind bundesweit drei Sucht-Selbsthilfeverbände angeschlossen. In den 2.400 Gruppen machen rund 37.000 Menschen mit, ob Suchtkranke, Suchtgefährdete oder Angehörige. Andreas Bosch fand damals die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, die gerade eine neue Gruppe gegründet hatten. Er gestaltete sie mit. Alle begannen am gleichen Punkt – das half, Alterunterschiede vergessen zu machen. Denn mit 21 Jahren war er einer der Jüngsten in der Gruppe. Er traf Menschen, die schon ein oder zwei Jahre abstinent lebten. „Das zeigte mir, es geht.“
Er suchte Perspektiven und Orientierung. In der Gruppe wurde er fündig. „Ich habe Glück gehabt, die richtigen Menschen zu finden“, sagt er offen. Denn schon so früh den Ausstieg zu schaffen, ist ungewöhnlich. Er begegnete Menschen, die ihn ermutigten, auf seinem Weg zur Abstinenz zu bleiben. Er traf zum Beispiel den 70-jährigen Paul. „Es kommt nicht auf das Alter an, sondern darauf, was die Menschen einer Selbsthilfe-Gruppe an menschlicher Reife zu bieten haben“, sagt Bosch heute.
Verantwortung für sein Leben übernehmen
Nach und nach gewann Andreas Bosch an Selbstvertrauen. Die offenen Gespräche in der Gruppe gefielen ihm und halfen ihm, die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Hier trafen sich Menschen, die alle wussten, was Sucht bedeutet. Er konnte sich einbringen und fühlte sich angenommen. Persönliche Wertschätzung und Menschen, die zuhörten, waren für ihn wichtig. Andreas Bosch erlebte, wie schön das Leben ist – ohne Suchtmittel und mit der Entscheidung für eine zufriedene Abstinenz.
In der Abendschule machte der heutige technische Geschäftsführer seinen Maschinenbautechniker. Inzwischen ist er 45 und engagiert sich im Bundesvorstand der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, einem der drei diakonischen Sucht-Selbsthilfeverbände. Er will Selbsthilfe mitgestalten. So, wie er heute sein Leben selbst gestaltet.
Der Artikel erschien im Rahmen der Wochenserie der Diakonie zur "Aktionswoche Alkohol".
Entnommen von: http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/selbsthilfegruppen-den-ausstieg-aus-der-alkoholsucht-gemeinsam-schaffen41513
Wie finden die Betroffenen den Weg zu Ihnen?Schmidt: Oft geht die Initiative von den Angehörigen aus, weil die es irgendwann nicht mehr aushalten, den Süchtigen zu decken und mit ihm zu leben. Jugendliche werden häufig von den Schulen, manchmal auch von den Ärzten zu uns geschickt. Wir haben ein niedrigschwelliges Angebot, weil wir eben keine Beratungsstelle sind.Wenn Sie so einen Süchtigen vor sich sitzen haben - wie schaffen Sie es, dass der sich öffnet?Schmidt: Indem ich erst einmal von mir erzähle. Ich habe das selbst durchgemacht und weiß, wie sich das anfühlt.




