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Bundeskongresse der Freundeskreise

In regelmäßigen Zeitabständen organisiert der Bundesverband Bundeskongresse. Das sind Großveranstaltungen, bei denen sich etwa 1.000 Freundinnen und Freunde aus dem gesamten Bundesgebiet treffen und gemeinsam an einem für die Freundeskreisarbeit aktuellen Thema arbeiten. Nachfolgend die Auflistung der Bundeskongresse, die bereits stattgefunden haben.

Neunter Bundeskongress vom 10. – 12. Mai 2013 in Alsfeld / Hessen

Thema: „Miteinander in Bewegung – Das Morgen beginnt mit dem Gestern

Der neunte Bundeskongress der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe hat vom 10. – 12. Mai 2013 in Alsfeld stattgefunden. Aus allen 16 dem Bundesverband angeschlossenen Landesverbänden waren rund 600 Teilnehmende in die Hessenhalle gekommen. Der Vorsitzende Andreas Bosch konnte viele neue Mitglieder aus den Freundeskreis-Selbsthilfegruppen begrüßen, aber auch Menschen, die bereits seit Jahrzehnten dabei sind.
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Achter Bundeskongress vom 06. bis 08. Juni 2008 in Brandenburg / Havel

Thema: „Vielfalt der Lebenswelten braucht Vielfalt der Freundeskreise“

Der Kongress befasste sich mit Fragen wie: Was können wir tun, um in unseren Gruppen der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit von Lebenswelten gerecht zu werden? Erreichen wir mit unserer Mitgliederstruktur und unseren Angeboten bestimmte Menschen (oder auch Milieus) überhaupt noch? Was nehmen wir um uns herum wahr? Vorgestellt wurden die Sinus-Milieus mit den unterschiedlichen Lebenswelten.

Siebter Bundeskongress vom 16. bis 18. Mai 2003 in Neumarkt / Opf.

Thema: „Jugend – S(s)ucht – Freunde“

Dieser Kongress beschäftigte sich mit der Frage: Was können wir tun, damit junge Suchtkranke und Angehörige den Zugang zu den Freundeskreisen und damit zur Sucht-Selbsthilfe finden? Es ging darum, den Ist-Zustand zu beleuchten, Visionen für künftige Entwicklungen zu erarbeiten und schließlich gemeinsam zu überlegen, was realistisch umsetzbar ist.

Sechster Bundeskongress vom 23. bis 24. Mai 1998 in Neumarkt / Opf.

Thema: „Selbsthilfe im Wandel: Bewährtes erhalten – Zukunft gestalten“

Der Kongress befasste sich mit den Werten von Freundeskreise wie Zeit, Zuhören, Anteilnahme, Beziehung, die auch in Zukunft erhalten werden müssen. Es wurde festgelegt, dass Freundeskreise zukünftig weiterhin keine Anbieter von Dienstleistungen sind und infolgedessen auch keine Dienstleistungsidentität entwickeln werden. Freundeskreise sollen Garanten des sozialen Netzes sowie des diakonischen Auftrages „Dienst am Nächsten“ bleiben. Die Arbeit mit jungen Menschen zu fördern, war nach diesem Kongress wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Fünfter Bundeskongress vom 09. bis 10. Oktober 1993 in Horb am Neckar

Thema: „Zauberformel ‚Selbsthilfe‘: Verlangt die Zukunft nach neuen Lösungen“

Hier ging es um die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Sucht-Selbsthilfe. Selbsthilfegruppen ersetzen Therapie und professionelle Beratung nicht, sondern verstehen sich als individuelle Hilfe für Suchtkranke und Angehörige. Dafür benötigen die ehrenamtlichen Gruppenbegleiter sucht- und gruppenspezifische Aus- und Fortbildung. Weiter wurde der Ausbau von zielgruppenspezifischen Angeboten für Frauen, Angehörige und junge Abhängige initiiert.

Vierter Bundeskongress vom 28. bis 29. Mai 1988 in Braunschweig

Thema: „Nachsorge für Suchtkranke“

Im Mittelpunkt dieses Kongresses stand das Referat der damaligen Bundesgesundheitsministerin und Schirmherrin der Freundeskreise Prof. Dr. Rita Süßmuth zum Thema „Die gesundheitspolitische Bedeutung von Selbsthilfegruppen in der Suchtkrankenhilfe“, wobei ihr die Darstellung des Miteinanders von Fachlichkeit und Mitmenschlichkeit für die Gruppenarbeit besonders wichtig war. Dieser Kongress hatte eine große Wirkung nach außen. Deutlich wurde, dass die Freundeskreise bei gesellschafts- und gesundheitspolitischen Fragen mitwirken.

Dritter Bundeskongress vom 26. bis 27. Mai 1984 in Bünde / NRW

Thema: „Die Bedeutung der Selbsthilfegruppen und der ehrenamtlichen Arbeit in der Suchtkrankenhilfe“

Freundeskreise stellten bereits einen gesundheitspolitischer Faktor dar. Insbesondere übernahmen sie die Aufgabe, an der Resozialisierung von Abhängigen mitzuarbeiten. Freundeskreise hatten sich zur  Alternative in der traditionellen Versorgung entwickelt. Das sollte nach außen hin deutlich gemacht werden. Daher wurde das Selbstverständnis der Freundeskreise definiert und als Broschüre herausgegeben.

Zweiter Bundeskongress vom 10. bis 11. Oktober 1981 in Böblingen

Thema: „Rehabilitation des Suchtkranken mit dem Schwerpunkt: Arbeitsplatz"

In immer schwieriger werdenden Arbeitsmarktsituationen wurde die Rehabilitation und Wiedereingliederung von Suchtkranken in den Arbeitsprozess als zentrales Anliegen angesehen. Im Anschluss an diesen Bundeskongress wurde der Ausschuss „Der Suchtkranke und sein Arbeitsplatz“ einberufen. Alle zuständigen Arbeitsämter wurden angeschrieben und über Suchtkrankheit informiert. Ebenso stellten sich die Freundeskreise zur Kontaktaufnahme zur Verfügung und gaben die Broschüre „Alkohol am Arbeitsplatz“ heraus.

Erster Bundeskongress vom 21. bis 22. September 1979 in Kassel

Thema: „Die Bedeutung der Freundeskreise für unsere Gesellschaft“

Hier wurde bereits eine wegweisende Resolution verabschiedet, die die folgenden Forderungen beinhaltete:

  • stärkere ideelle, politische und finanzielle Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Freundeskreise,
  • Einbeziehung des sozialen Umfelds in die Behandlung von Alkoholkranken,
  • Aktivierung der Selbsthilfe zu einem festen und anerkannten Platz in therapeutische Konzepte,
  • gemeinsame und wechselseitige soziale Verantwortung aller in der Suchtkrankenhilfe beteiligten Mitarbeitenden,
  • wirkungsvolle Prävention und verstärkte vorbeugende Aufklärung, auch als pädagogischer Auftrag in Schule, Betrieb und Elternhaus,
  • Aus- und Fortbildung für die freiwilligen Helfenden und die Möglichkeit, dafür Bildungsurlaub in Anspruch nehmen zu können.
Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e. V. – Untere Königsstr. 86 – 34117 Kassel – Tel. 0561 780413 – Fax 0561 711282