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Wie Zusammenarbeit gelingen kann

Transfertagung der Freundeskreise zum Projekt "Chancen nahtlos nutzen" in Tabarz

Wie kann gegenseitige Wertschätzung gelingen? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Sucht-Selbsthilfe und beruflicher Suchthilfe verbessern? Und was muss Selbsthilfe beachten, wenn sie sich in Einrichtungen der beruflichen Suchthilfe vorstellt? Diese Fragen diskutierten rund 50 Freundeskreisler(innen) im thüringischen Tabarz bei der Transfertagung zum Projekt "Chancen nahtlos nutzen - konkret!". Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurden die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten Projekts diskutiert sowie Ideen dazu entwickelt, wie es weitergehen kann. Die Transfertagung wurde aus Eigenmitteln finanziert.

Nach einem spielerischen Beginn, mit dem Vernetzung symbolisiert werden sollte, stellte Projektleiterin Jacqueline Engelke das Projekt und die Ergebnisse vor, dessen Ziel es war, die Zusammenarbeit zwischen der Sucht-Selbsthilfe und der beruflichen Suchthilfe zu verbessern und das Profil der Selbsthilfe zu schärfen. Danach diskutierten die Freundeskreisler(innen) in einer Art "World Café" an sechs Tischen mit wechselnden Teilnehmenden angeregt und engagiert. Moderiert wurden die Diskussionen an den Tischen von Freundeskreisler(innen), die sich schon in den Workshops engagiert hatten: Peter Ilgen, Wilhelm Märtz, Wolfgang Pätsch, Elisabeth Stege und Simone Theis.

Der Geräuschpegel stieg, als 50 Menschen ihre Ideen, ihre Vorstellungen und ihre Erfahrungen zu den wichtigsten Bereichen und Ergebnissen des Projekts einbrachten. Authentizität, das Gegenüber ernst zu nehmen und die Beziehungsqualität in den Vordergrund zu stellen, dies waren einige der vielen Punkte zum Thema, wie Selbsthilfe sich in den Einrichtungen erfolgreich vorstellen kann.

Um die  Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und beruflicher Suchthilfe zu verbessern, sind unter anderem Wertschätzung, gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Arbeit, Verständnis für das Gegenüber aber auch ein Überdenken der eigenen Vorurteile wichtig. Und zur Wertschätzung gehören beispielsweise der persönliche Kontakt, Respekt, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit.

Am Schluss überlegten alle Anwesenden gemeinsam, wie sich die Ergebnisse des Projekts nachhaltig in den Verband und die Gruppen bringen lassen. Dazu entwickelten die Freundeskreisler(innen) zahlreiche Ideen, von einer Supervision über einen Info-Tag der Freundeskreise zum Thema, Fortbildungen, Artikel im Freundeskreis-Journal und wiederkehrendes Aufgreifen des Themas beispielsweise bei  Delegiertenversammlungen oder in den Landesverbänden. Wichtig war allen, die Handreichung in die Gruppen zu bringen, damit die Ergebnisse des Projekts an der Basis ankommen.

Jacqueline Engelke

(Fotos: Bornemann, Freundeskreise)

 

 

Chancen nahtlos nutzen – konkret?
Sucht-Selbsthilfe als aktiver Partner im Netzwerk

Rund 90 aktive Ehrenamtliche der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände  - Blaues Kreuz in der Evang. Kirche, Blaues Kreuz in Deutschland, der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Guttempler und Kreuzbund -haben in 12 Workhops im Rahmen des Projekts "Chancen nahtlos nutzen" Tipps und Hinweise erarbeitet. Sie sollen die Zusammenarbeit zwischen Suchtselbsthilfe und der beruflichen Suchthilfe verbessern und das Profil der Selbsthilfe schärfen. Zusammengefasst wurden die Ergebnisse in einer Handreichung, die Sie hier herunterladen können. 

Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e. V. – Untere Königsstr. 86 – 34117 Kassel – Tel. 0561 780413 – Fax 0561 711282